Es gibt immer wieder diese Tage, – Tage die einschneidende Veränderungen mit sich bringen. Manchmal wirken sich diese Veränderungen sofort merklich aus, – andere Veränderungen schleichen sich lautlos und langsam ein und zeigen Ihre komplette Wirkung erst zeitverzögert.
Herzinfarkt mit 43 Jahren
Genau so ein Tag ist heute für mich. Heute vor 3 Jahren hatte ich meinen stillen Herzinfarkt. Es dauerte ganze 12 Stunden bis er endlich diagnostiziert wurde, und dann kam es zum Desaster. Behandlungsfehler beim Versuch der Ballondehnung oder auch Ballondilatation. Komplettverschluss der Koronararterien.
Als ich dann endlich nach nahezu 21 Stunden Sauerstoffunterversorgung oder Hypoxie des Herzmuskels meine zwei Bypässe erhielt, schien alles wieder in normalen Bahnen zu verlaufen und das Problem behoben zu sein. – Doch welche tatsächlichen Auswirkungen dieser Schicksalstag haben sollte, würde sich erst zwei Jahre nach dem Ereignis richtig zeigen.
Verlust der Kondition
Also habe ich mein Leben umgestellt, in der Anschlussheilbehandlung den Vorträgen der Fachärzte gelauscht und nahezu jeden Ratschlag umgesetzt. Nach der Rückkehr Zuhause die Teilnahme am IRENA-Programm im Gesundheitszentrum in Hannover. Intensives Kardio-Training hat mir wieder eine passable Kondition beschert. Einen wenig körperlich anstrengenden Vollzeit-Büro-Job konnte ich ausüben, – bis dann merklich die Kraft verloren ging.
Der Leistungseinbruch
Es begann unmerklich, – und doch kann man im Rückblick einige Symptome erkennen. Symptome die der Hausarzt sowie der Kardiologe nicht wirklich ernst genommen haben, fehlinterpretiert haben und durch ihr Nichthandeln vermutlich erst im vollen Umfang ermöglicht haben. Wieder haben Ärzte mir eher geschadet als geholfen.
Versuch der Neugestaltung des Lebens
Nun habe ich ein ganzes Jahr hinter mir, ein Jahr in dem ich gekämpft habe, gekämpft für die Genesung. Immer die Hoffnung vor Augen dass eine Verbesserung der Situation möglich sein könnte. Doch nun ist die Kraft, Kondition und auch die Motivation aufgebraucht. Man hat mir von mehreren Seiten deutlich gemacht, das sich an der aktuellen Situation nicht verändern lässt.
Die Situation akzeptieren?
Bis vor etwa drei Monaten fiel es mir wirklich schwer, diese Situation so wie sie ist anzuerkennen und zu akzeptieren. Doch der letzte Tropfen Hoffnung versickerte dann ebenfalls ergebnislos. Nun heißt es also das alltägliche Leben auf die sehr deutlich eingeschränkten Möglichkeiten anzupassen. Es gibt noch einen einzigen Termin im Herzzentrum Bad Oeynhausen.
Team aus Spezialisten
Nun erwarte ich noch die Meinung dieser kardiologischen Fachärzte, – aber Wunder werden diese Halbgötter in Weiß auch nicht vollbringen können! Das war es dann also.
Erwerbsunfähig mit 46 Jahren!
Meine so geringe Kondition muss sehr überlegt und wohl dosiert eingesetzt werden. Ansonsten kommt es zum Zusammenbruch. Mehrere Tage ist dann kaum die Kraft vorhanden in der Wohnung die ganz normalen Aufgaben zu erfüllen. Auch die anfallenden Termine müssen wohl überlegt, mit ausreichenden Erholungsphasen dazwischen geplant und organisiert werden.
Finanzieller Ruin!
Doch die extrem einschneidenden finanziellen Einschnitte sind aktuell noch nicht abzusehen. Wie ich diese neue Herausforderung meistern soll, steht aktuell noch nicht fest. Da arbeite ich noch dran!
Das Fazit
Achten Sie auf sich und Ihre unschätzbare und nicht bezahlbare Gesundheit. Gehen Sie nicht leichtfertig mit den knappen Ressourcen Ihres menschlichen Körpers um. Es kann viel schneller vorbei sein als man sich das denken mag und kann. Nehmen Sie die Signale Ihres Körpers wahr und reagieren darauf. – Denn wenn nicht, reagiert Ihr Körper darauf, – und dann kommt es meist richtig dicke.
Einen schönen Tag und bis bald.
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Tags: Bypässe, Herzinfarkt, Jahrestag, Myokardinfarkt







